Orthodoxe Kirche Sankt Michael in Singen
Berliner Diözese, Moskauer Patriarchat.

Willkommen in der Orthodoxen Kirche Sankt Michael in Singen

Wir laden Sie herzlich ein zu unseren Gottesdiensten, die wir in der Tradition der 2000-jährigen Geschichte der byzantinisch-slawischen Ostkirche feiern. 

Die Heiliger-Prokopius-Kirchengemeinde gehört zur russisch-orthodoxen Diözese von Berlin und Deutschland des Moskauer Patriarchats und feiert seit dem 21. Juni 2015 orthodoxe Gottesdienste in Singen (Hohentwiel) in der St.-Michaels-Kapelle (im Park an der Goethestraße) und seit 1984 in Konstanz in der Maria-Magdalena-Kapelle, Rheingasse 20A. Alle Gottesdienste werden zweisprachig zelebriert: in Kirchenslawisch und Deutsch. 

Unsere Gemeinde bestand bereits vor der aktuellen Krise zu einem großen Teil aus Menschen aus der Ukraine. Die Geflüchteten werden hier viele Landsleute finden, Unterstützung, Trost und Herzlichkeit! 


Aktuell


27.09.2026

Hochfest Kreuzerhöhung des Herrn



Weltweite Erhöhung des kostbaren und lebensspendenden Kreuzes des Herrn


Die Erhöhung des kostbaren und lebensspendenden Kreuzes des Herrn ist eines der bedeutendsten christlichen Feste. Es ist dem Kreuz gewidmet, an dem unser Erlöser, Jesus Christus, gekreuzigt wurde.


Das Fest ist vor allem mit den Ereignissen des 4. Jahrhunderts verbunden, als das Christentum im Römischen Reich gerade von den Verfolgungen befreit wurde. Die heilige Kaiserin Helena, die Mutter des Kaisers Konstantin des Großen, unter dessen Herrschaft die Christenverfolgungen beendet wurden, begab sich um das Jahr 326 nach Jerusalem, um die heiligen Stätten zu suchen, die mit dem irdischen Leben Christi verbunden waren.


In der Gegend von Golgatha wurden drei Kreuze gefunden. Der Überlieferung zufolge konnte das wahre Kreuz Christi durch ein Wunder erkannt werden: Ein Verstorbener wurde wieder zum Leben erweckt, nachdem das Kreuz ihn berührt hatte.
Daraufhin nahm Makarios, der Bischof von Jerusalem, gemeinsam mit der versammelten Geistlichkeit und dem Volk das gefundene Kreuz, stellte sich an einen erhöhten Ort und erhob es hoch, damit es die gesamte Versammlung sehen konnte. Das Volk fiel vor dem Kreuz nieder und rief wiederholt: „Herr, erbarme Dich!“


Nach der Auffindung des Kreuzes begann in Jerusalem der Bau eines großen Kirchenkomplexes an dem Ort der Kreuzigung und der Auferstehung Christi. Die Weihe der Kirche des Heiligen Grabes, des bedeutendsten Heiligtums der Christenheit, erfolgte im Jahr 335. In der Folge wurde das Gedächtnis an die Auffindung und die feierliche Erhöhung des Kreuzes zu einem eigenen Fest.
Das Wort „Erhöhung“ in der Bezeichnung dieses Festes bedeutet liturgisches Aufrichten und Emporheben. Auch heute erheben die Geistlichen im Gottesdienst das Kreuz über die Gläubigen, so wie damals, als das Kreuz Christi, unseres Erlösers, gefunden wurde. Dadurch wird es als das wichtigste Zeichen des christlichen Glaubens sichtbar gemacht, und mit dem Kreuz werden alle Gläubigen gesegnet.


Das Fest hat noch eine weitere historische Bedeutung: Im 7. Jahrhundert geriet das Kreuz von Jerusalem während des Krieges mit dem Byzantinischen Reich in die Hände des persischen Königs Chosrau II. Im Jahr 628 brachte der byzantinische Kaiser Herakleios die heilige Reliquie nach Jerusalem zurück. Dieses Ereignis wurde mit dem Fest der Erhöhung des Kreuzes des Herrn verbunden.


Für Christen ist das Heilige Kreuz nicht einfach ein Hinrichtungsinstrument, sondern die Waffe des Sieges über Sünde, Fluch und Tod. In ihm verbinden sich das Leiden, der Tod und die Auferstehung Christi.


Daher erscheint der Sinn dieses Festes für den Menschen, der außerhalb des christlichen Glaubens steht, zunächst paradox: Christen verehren einen Gegenstand, der in der antiken Welt ein Symbol einer schmachvollen und qualvollen Hinrichtung war. Doch durch die Kreuzigung unseres Erlösers Jesus Christus und Seine glorreiche Auferstehung von den Toten wurde das Kreuz zum Symbol der opferbereiten Liebe, des Sieges über den Tod und der Hoffnung auf die Auferstehung.


Deshalb hat das Fest der Erhöhung des Kreuzes des Herrn im orthodoxen Gottesdienst zugleich einen festlichen und einen bußvollen Charakter. An diesem Tag wird ein eintägiges Fasten gehalten. Das Kreuz erinnert uns nicht nur an die Herrlichkeit Christi, der den Tod besiegt hat, sondern auch an den Preis dieser Herrlichkeit – an Sein Leiden und an Sein freiwilliges Opfer für unsere Erlösung.


Sich heute daran zu erinnern, ist für uns sehr wichtig. Denn Christus sprach: 
„Wenn jemand Mir nachfolgen will, so verleugne er sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge Mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um Meinetwillen verliert, der wird es retten.“ (Evangelium nach Lukas 9,23–24)






9. August 2026 

Heiliger Panteleimon, Großmärtyrer und Heiler 



Troparion, Ton 3

Heiliger Leidensdulder und Heiler Panteleimon, / bitte den barmherzigen Gott, / dass Er die Vergebung der Sünden // schenkt unseren Seelen.


Kondakion, Ton 5

Als Nachahmer des Barmherzigen
und von Ihm mit der Gnade der Heilungen beschenkt,
heiliger Leidensdulder und Märtyrer Christi, unseres Gottes,
heile durch deine Fürbitten die Krankheiten unserer Seelen.
Vertreibe stets die Versuchungen des Widersachers von denen, die gläubig rufen:
„Rette uns, o Herr!“


Gebet eines Kranken um Heilung 
O großer Diener Christi, leidensreicher Märtyrer und überaus barmherziger Heiler, Panteleimon! Erbarme dich meiner, des sündigen Knechtes. Höre mein Seufzen und mein Flehen und erbarme dich des himmlischen, obersten Arztes unserer Seelen und Leiber, Christus, unseres Gottes, auf dass Er mir Heilung von der Krankheit schenke, die mich bedrängt.
Nimm das unwürdige Gebet von mir an, dem sündigsten unter allen Menschen. Besuche mich mit deiner gnadenreichen Fürsprache. Verschmähe nicht die Wunden meiner Sünden, sondern salbe mich mit dem Öl deiner Barmherzigkeit und heile mich, damit ich, gesund an Seele und Leib, den Rest meiner Tage durch die Gnade Gottes in Reue und im Wohlgefallen vor Gott verbringen kann und gewürdigt werde, ein gutes Ende meines Lebens zu empfangen.
Ja, Diener Gottes! Bitte Christus, unseren Gott, dass Er durch deine Fürsprache meinem Leib Gesundheit und meiner Seele Errettung schenke. Amen.






12. Juli 2026

Heilige ruhmreiche Apostelfürsten Petrus und Paulus 



Stichiren-Gesänge in der Nachtwache des Festes:


Im 5. Ton: Groß ist das Wunder! / Der Schöpfer der Unsichtbaren / hat aus Liebe zu den Menschen im Fleische gelitten; / der Unsterbliche ist auferstanden. /  Kommt, ihr Völker aller Nationen, / lasset uns Ihn anbeten! / Denn durch Sein Erbarmen hat Er uns von der Verirrung erlöst, / und wir haben gelernt, // den einen Gott in drei Hypostasen zu besingen.


Im 2. Ton: Mit welchen Lobeskränzen sollen wir Petrus und Paulus schmücken? / Die dem Leibe nach getrennt, dem Geiste nach aber vereint sind, / die Erstlinge der Gottesverkünder. / Den einen als den Ersten unter den Aposteln, / den anderen als den, der sich mehr als die übrigen gemüht hat. / Diese mit den Kränzen unsterblicher Herrlichkeit, / krönt Christus unser Gott // denn Er besitzt große Barmherzigkeit.


Im 4. Ton: Durch die dreimalige Frage: / „Petrus, liebst du Mich?“, / hat Christus die dreimalige Verleugnung geheilt. / Darum sprach Simon zu dem Geheimniskundigen: / „Herr, Du weißt alles, Du erkennst alles; / Du weißt, dass ich Dich liebe.“ / Da sprach der Erlöser zu ihm: / „Weide Meine Schafe, weide Meine Auserwählten, / weide Meine Lämmer, die Ich durch Mein Blut zum Heil erworben habe.“ / Ihn flehe an, gottseliger Apostel, // zu gewähren uns die große Barmherzigkeit.







31. Mai 2026

Tag der Heiligen Dreiheit - Pfingsten 


Tropar des Festes der Heiligen Dreiheit, Ton 8


Christus unser Gott, gesegnet bist du, 

der du die Fischer als Allweise erzeigt, / 

da du ihnen den Heiligen Geist herabgesandt, // 

du hast durch sie den Erdkreis eingefangen: 

Menschenliebender, Ehre sei dir.


Kondakion der Heiligen Dreiheit, Ton 8 


Als der Allmächtige herabstieg und die Sprachen vermischte,
trennte der Höchste die Nationen; 
Als er aber des Feuers Zungen verteilte, 

da rief er alle zur Einheit zusammen,
und so verherrlichen wir einmütig den Allheiligen Geist




12. April 2026

Das Hochfest der Auferstehung unsers Herrn und Gottes Jesus Christus



Die Auferstehung Jesu Christi

Matthäus-Evangelium 28: 


1 Nach dem Sabbat aber, als der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria Magdalena und die andere Maria, um das Grab zu besehen.
2 Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben, denn ein Engel des Herrn stieg vom Himmel herab, trat herzu, wälzte den Stein von dem Eingang hinweg und setzte sich darauf.
3 Sein Aussehen war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee.
4 Vor seinem furchtbaren Anblick aber erbebten die Wächter und wurden wie tot.
5 Der Engel aber wandte sich zu den Frauen und sprach: Fürchtet ihr euch nicht! Ich weiß wohl, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht.
6 Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her, seht den Ort, wo der Herr gelegen hat!
7 Und geht schnell hin und sagt seinen Jüngern, dass er aus den Toten auferstanden ist. Und siehe, er geht euch voran nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt!
8 Und sie gingen schnell zum Grab hinaus mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkünden.
9 Und als sie gingen, um es seinen Jüngern zu verkünden, siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Freuet euch!